128 Seiten mit 72 Abbildungen in Farbe und Schwarzweiß
Schriftenreihe Museum Kurhaus Kleve – Ewald Mataré-Sammlung, Band 13
Erscheinungsjahr 2001
ISBN 3-934935-04-4
Hrsg.: Freundeskreis Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. anlässlich der gleichnamigen Ausstellung im Museum Kurhaus Kleve, 28. Januar - 01. April 2001
Vorwort von Guido de Werd und Beiträge von Alain Cueff, Daniel Soutif und Guy Tosatto
(Deutsch / Englisch)
Über dreißig Jahren bereichert Mario Merz (1925-2003) die Welt mit seiner Kunst, die angesichts fortschreitender Technisierung gleichermaßen archaisch wie zeitlos wirkt, frei von Modernismus und losgelöst von zeitgemäßen Zwängen. Als bedeutender Vertreter der Arte Povera führt er Mitte der 60er Jahre neue Materialien in die Kunst ein und beginnt, nach einer ersten Zeit als Maler, mit Erde, Sträuchern, Neonlicht und Glas zu arbeiten. Die so entstandenen Kunstwerke stehen in schroffem Kontrast zu der amerikanischen Kunst der sechziger Jahre, vor allem zu den Äußerungen der Minimal Art und ihrer industriell hergestellten, geometrisch angeordneten Skulpturen.
Im vorliegenden Buch werden meist sehr großformatige Zeichnungen von Merz gezeigt, bei denen deutlich wird, mit welcher Sicherheit und Kraft er seine künstlerischen Vorstellungen Gestalt werden lässt. Die Betrachter erfahren von diesen Blättern die gewaltige Schaffenskraft des Künstlers, der uns Formen vor Augen führt, die von der Spannung zwischen Ähnlichkeit und Differenz leben.