Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung


Ausstellung „Carl Andre“, 17.04. - 28.08.2011

Der Amerikaner Carl Andre gehört zu den inzwischen legendären Begründern der Minimal Art. Mit seinem so radikalen wie konsequenten Werk hat er entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der Kunst im 20. Jahrhundert ausgeübt und den Begriff von Skulptur revolutioniert. Im Frühjahr 2011 wird Carl Andre mit dem -> Roswitha Haftmann-Preis ausgezeichnet, einem der renommiertesten Kunstpreise Europas. Zur gleichen Zeit widmet das Museum Kurhaus Kleve ihm eine Ausstellung, die einen Bogen von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart schlägt und so einen tiefen Einblick in die Intentionen seiner Arbeit vermittelt.

Es handelt sich um Andres erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum seit 15 Jahren. Carl Andre wurde 1935 in Quincy / Massachusetts geboren und lebt und arbeitet in New York.

Seit 1960 hat er ein umfangreiches skulpturales Werk geschaffen, das auf nur wenigen geo- bzw. stereometrischen Grundformen basiert, aber eine schier unüberschaubare Fülle an Materialien umfasst. Er verwendet schlichte Holzbalken ebenso wie Werkstoffe der Industrie – Stahl, Kupfer oder Aluminium, Kalksandstein, Gasbeton oder Graphit. Berühmt sind seine Bodenskulpturen, die auf äußerst diskrete Weise Orte markieren und Felder ausgrenzen und dabei die jeweils über ihnen liegenden Leerräume aktivieren. Eine eigene Familie von Werken dekliniert archaische Grundsätze der Architektur durch, demonstriert etwa das Prinzip von Tragen und Lasten.

Wieder andere Arbeiten wirken überaus dynamisch, verdanken ihre jeweilige Form dem Zufall – etwa dem lockeren Ausstreuen ihrer Bestandteile – oder den Kräften und Spannungen innerhalb des Materials selbst. Stets jedoch sind Carl Andres Werke im strengen Sinn des Wortes elementar, denn sie repräsentieren den äußersten Grad an Klarheit und Einfachheit. Und immer wieder überraschen sie durch neue räumliche Lösungen.

Meine Arbeiten“, sagt der Künstler, „sind in der Welt konzipiert. Für mich nehmen sie ihren Anfang in der Welt, und die Welt ist voller unterschiedlicher Arten von Räumen, unterschiedlicher Kategorien von Räumen“.

Dem skulpturalen Werk korrespondieren die Textarbeiten, die in der Ausstellung eine zentrale Rolle spielen: Aus einzelnen Wörtern, geschrieben in Blockbuchstaben oder getippt auf der Schreibmaschine, entstehen auf dem weißen Grund des Papiers Felder und autonome geometrisch wirkende Strukturen, gleichsam Orte des Verweilens für den Geist.

Mit der Ausstellung von Carl Andre entwickelt das Museum Kurhaus Kleve konsequent eine Linie seines Programms weiter, die international hochrangige Vertretern minimalistischer und konzeptueller Strömungen in der zeitgenössischen Kunst würdigt – eine Linie, in der bisher Ausstellungen etwa von Richard Long, Niele Toroni, On Kawara, Giovanni Anselmo, Alan Charlton und Ettore Spalletti realisiert werden konnten. Zugleich führt es eine Reihe von Präsentationen herausragender amerikanischer Künstler fort, die u.a. Richard Serra, Mark Tansey, Robert Indiana, Alex Katz und Brice Marden umfasst (-> Weitere Informationen über diese Künstler im Archiv der Ausstellungen).

Empfehlenswerte Links

-> Beitrag „Das Museum Kurhaus Kleve würdigt den Minimal-Art-Künstler Carl Andre“  vom SWR2 Journal am Mittag, 14.04.2011 in der ARD-Mediathek anhören.

-> Beitrag „Minimal-Art“ von WDR 3-Mosaik vom 15.04.2011 

-> Beitrag „Die Neuerfindung der Skulptur - Eine Retrospektive auf den Minimalisten Carl Andre im Museum Kurhaus in Kleve (Christiane Vielhaber im Gespräch)“ in „Kultur heute“ im Deutschlandfunk vom 18.04.2011

Kooperation

Die Ausstellung „Carl Andre“ wird organisiert in Kooperation mit der -> Stiftung Museion. Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Bozen (Italien).

Katalog

Es erscheint ein Katalog in deutscher, englischer und italienischer Sprache mit Texten von Roland Mönig, Letizia Ragaglia und Guido de Werd (-> Katalog im Onlineshop kaufen).

Edition

-> Jetzt die Edition „Stillanovel Synopsis“ (1972) zur Ausstellung erwerben!

Vermittlung

-> Führungen zu „Carl Andre“
-> Workshops & Ateliers für Erwachsene zu „Carl Andre“

Ausstellung gefördert durch

Kunststiftung NRW
www.kunststiftungnrw.de

Freundeskreis Museum Kurhaus
und Koekkoek-Haus Kleve e.V.
www.freunde-klever-museen.de

Mit freundlicher Unterstützung durch

Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika
http://german.germany.usembassy.gov/

Sparkasse Kleve –
Premium-Partner des Museum Kurhaus Kleve
www.sparkasse-kleve.de

Provinzial – Lohmann & Reinders oHG, Kleve
www.provinzial.com/lohmann-reinders

The Rilano Hotel Cleve
www.rilano-cleve.de

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-> Jetzt den Teaser zur Ausstellung „Carl Andre“ auf YouTube ansehen!
Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika

Download

Einladungskarte Carl Andre (PDF)
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