Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung




Edition für das Bauprojekt

Janusz Grünspek (Wodzisław Śl., Rydułtowy, Polen 1970)
„Eine Hammer-Edition“, 2011


270,– €

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Janusz Grünspek, „Eine Hammer-Edition“, 2011
Holzstäbchen, Heißkleber (verpackt in Kartonschachtel)
Bezeichnet, signiert, datiert und nummeriert
Maße: 31 x 16 x 3,5 cm
Auflage: 20 Exemplare
(230,- € für Mitglieder des Freundeskreises)

Anlässlich der Spendenaktion des Freundeskreises Museum Kurhaus und Koekkoek-Haus Kleve e.V. stiftet der Künstler Janusz Grünspek (geb. 1970 in Wodzisław Śl., Rydułtowy, Polen, lebt und arbeitet in Kleve) eine exklusive Edition für das Bauprojekt „Friedrich-Wilhelm-Bad / Atelier Joseph Beuys“ unter dem Titel: „Eine Hammer-Edition“.

Die Edition ist auf zwanzig Exemplare limitiert. Jedes Exemplar ist ein Unikat und besteht aus einem Hammer und einem Nagel, die in einer vom Künstler gefertigten Schachtel mit Titel, Signatur, Datierung und Nummerierung eingelegt sind. Janusz Grünspek huldigt mit diesem Werk der Baumaßnahme  und bringt zugleich seine Verbundenheit mit dem Museum Kurhaus Kleve zum Ausdruck.

Die Edition zählt zu seiner Werkgruppe „Zeichnungen im Raum“, in der sich Grünspek mit der physischen Welt seiner Umgebung befasst, Alltagsgegenstände erforscht und minuziös nachbildet. Dadurch, dass er nach Lösungen sucht, die Schwerkraft zu überlisten und die ihm vorliegenden Informationen größtmöglich zu reduzieren, schafft Grünspek Objekte abseits ihrer vertrauten Oberflächen, lediglich beschränkt auf ihre notwendigsten Linien. Die damit „zitierten“ Gegenstände entledigen sich ihrer Masse und entziehen sich ihrer gewohnten haptischen Erfahrbarkeit. So seziert Grünspek die materielle Welt und reduziert sie auf ihre rudimentären Zeichen, als eine Art dokumentarische Skizze der Informations- und Wohnkultur des 20. und 21. Jahrhunderts. Aus dieser Werkgruppe „Zeichnungen im Raum“ wurde 2010 bereits eine raumgreifende Installation im Rahmen des „11. Salons der Künstler“ im Museum Kurhaus Kleve präsentiert.

Janusz Grünspek stammt aus Polen. Er zog mit neunzehn Jahren nach Deutschland und erlangte mit 23 das Fachabitur im Bereich der Elektrotechnik. Beim anschließenden Studium an der Hogeschool voor de kunsten Arnhem lernte er, seine technische und handwerklich anspruchsvolle Vorbildung in einen künstlerischen, ästhetisch und inhaltlich anregenden Kontext zu stellen. Aus einer Generation des 20. Jahrhunderts stammend, die wie selbstverständlich mit Walkmans, Gameboys und Smartphones aufgewachsen ist, setzt er sich oft mit den „Gadgets“ seiner Zeit auseinander, die zwar kurios und originell sind, jedoch über keine essentiellen Funktionen verfügen. Ihr Zweck ist lediglich, zu existieren. Durch den eigenen Besitzwillen geben sie Auskunft über gegenwärtige Lebensmilieus und Lebensweisen. Janusz Grünspek ist für seine ironische, zum Teil spitzfindige und poetische Bildsprache bekannt, die stets von einem seriösen existenziellen Unterton begleitet wird.

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