Museum Kurhaus / Kleve

Ewald Mataré Sammlung




Edition

Johannes Wald (Sindelfingen 1980)
Ohne Titel, 2014


420,– €

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Photographie auf Barytpapier, Papier, gerahmt / 47,5 x 36,5 cm
Verso signiert, datiert, bezeichnet und nummeriert
Auflage: 15 Exemplare + 3 a.p.
(390,- € für Mitglieder des Freundeskreises)

Auszug aus dem Katalog „Johannes Wald: Geste und Gefühl / attempts at forming appropriate finds“, Interview zwischen Kuratorin Valentina Vlasic und Künstler Johannes Wald, S. 93f:

Valentina Vlasic: „Bitte verliere noch ein Wort über die Skulptur der Pallas Athene, einer permanenten Installation in der Säulengalerie des Museum Kurhaus Kleve, die 1660 von dem Barockbildbauer des nördlichen Europas schlechthin, Artus Quellinus dem Älteren, geschaffen wurde und die griechische Göttin der schönen Künste und der Wissenschaften zeigt. Was hat Dir an ihr derart gefallen, dass Du ihr das Motiv Deiner Edition gewidmet hast. Was hingegen hattest Du – und, verzeih, das muss ich fragen, da man sie in Kleve seit mehr als dreieinhalb Jahrhunderten nur mit ihnen kennt – gegen die sie begleitenden Delphine?

Johannes Wald: „Seit ich die Photographien der Faltenwürfe für ‘studying the greeks’ grace’ machte, schlummerte in mir die Idee, in Stein gehauenen Falten ‘echte’ Falten eines textilen Stoffes entgegen zu setzen. Es reizte mich zu sehen, ob am Ende die Illusion in Stein oder die Realität des Stoffes einen höheren Wahrheitsgehalt suggeriert. Als ich dann im Museum Kurhaus Kleve, zwischen all der zeitgenössischen Kunst, das Gewand dieser prächtigen – aus der Zeit gefallenen – Figur sah, erschien es mir als die passende Gelegenheit, dieses Experiment umzusetzen.
Die Delphine nehmen der Figur einiges an Klarheit und Eleganz, ich habe sie beiseite stellen lassen, da sie dem Experiment nicht zuträglich waren. Zudem glaube ich auch, dass siemehr dem Kontext des ursprünglichen Aufstellungsortes (einem Wasserbecken im Barockgarten) geschuldet sind. An dem Ort, an dem die Pallas Athene heute steht, braucht sie die Wasser speienden Delphine nicht mehr, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

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